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Email - Kampf gegen den Spam

13 000 Spam Emails pro Monat (also über 400 pro Tag!), von denen nur knapp 2/3 vom Spamfilter erkannt werden, auf Email-Adressen, die es eigentlich gar nicht gibt. Dazu 700 Spam Emails im Monat auf meiner früheren Hauptadresse (vorname@nachname.de) - einer Adresse, die ich nur persönlich Freunden und bekannten gegeben habe. Wie kann das passieren und wie lässt sich das vermeiden?

Spam Versender benötigen Adressen. Gültige Adressen. Diese bekommen sie auf unterschiedliche Art und Weise:

  • Durch Sammlung innerhalb von Webseiten, Gästebüchern, Foren etc.
  • Durch generierte Adressen an registrierte Domains (z.B. info@domain.de)
  • Durch Abfangen von weitergeleiteten Rundmails bzw. kompromittierte Mailboxen

Gegen das Generieren von Adressen hilft, lediglich einzelne Adressen zu definieren und den Empfang auf anderen Adressen abzuschalten. Das Sammeln der eigenen Adresse von Webseiten verhindert man, indem die eigene Adresse nirgendwo angegeben und veröffentlicht wird. Ist es dennoch notwendig, dann nur in nicht öffentlich zugänglichen Bereichen und möglichst mit einer Zweitadresse, die man im schlimmsten Fall abschalten und durch eine andere Ersetzen kann.

Der letzte Punkt ist der fatalste - denn er entzieht sich fast vollständig der eigenen Kontrolle. Hier sind alle die gefragt, die die eigene Adresse kennen: Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Geschäftspartner. Sobald einer dieser Leute mit seinen Emails schlampig umgeht, ist auch die eigene Adresse in Gefahr - da reicht in Trojaner, der das Adressbuch ausliest.

Ein Beispiel: Mich erreichte eine Rundmail mit über 400 durch mehrfache Weiterleitung enthaltenen gültigen Email-Adressen, darunter private, geschäftliche und sogar die offiziellen Adressen von DRK Kreisverbänden oder kleineren Unternehmen.

Schlimmer aber sind Rundmails - Mails an eine größere Gruppe von Empfängern, insbesondere wenn diese sich nicht oder nur wenig kennen. Meist werden die Zieladressen nämlich für jeden Empfänger sichtbar in die Mail eingetragen. Wird die Rundmail dann noch weitergeleitet, erhalten völlig fremde Menschen (gültige!) Email-Adressen von anderen Menschen, die sie gar nicht kennen. Die Chance, dass diese Adressen einem Adresssammler und Spamversender in die Hände fallen, erhöht sich um ein Vielfaches.

Was kannst DU dagegen tun?

Mehr zum Thema:

 »  Hoax Info - Informationen über falsche Virenwarnungen und mehr.

Ich bin nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internet-Seiten.

Die Massnahmen dagegen sind recht einfach: Genauso, wie man Telefonnummern (und gerade Handynummern) nicht anderen weitergibt, sollte man es auch bei Email-Adressen halten. Also - Rundmails vermeiden, wo es geht (die meisten "Virenwarnungen" etc. sind eh falsch), sich auf einen engen Kreis von Leuten beschränken, die sich untereinander und auch deren Email-Adressen kennen und wenn es doch mal ein größerer Kreis ist, dann kommt das BCC Feld ins Spiel.

Neben dem An: (To:) Feld gibt es in Emails noch das CC: (Carbon Copy = Durchschlag) und das BCC: (Blind Carbon Copy) Feld. Während jeder Empfänger die Adressen der An: und CC: Felder sehen kann, erhalten die BCC: Empfänger die Email ebenso, ohne dass irgendjemand sieht, dass sie auf der Empfängerliste stehen. Also ideal für Einladungen, Newsletter und sonstige Rundmails.

Also: Bei Rundmails IMMER alle Empfänger in das BCC Feld schreiben.

Bitte denkt daran: Dies ist wirklich WICHTIG, keine Spielerei, nichts Übertriebenes. Das Spam Problem wird in Zukunft noch zunehmen und ein Spamfilter wird nie alle Spam Mails aussortieren können. Wie gesagt: Wenn täglich 10 bis 400 Spam Mails eintreffen und davon nur 2/3 gefiltert werden können, dann gehen 1-2 richtige Mails sehr schnell verloren.

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18. Jul. 2001